GSE und Allbau schließen Kooperation

Aufgrund des bekannten Fachkräftemangels in der Pflege sowie der zunehmenden Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung im Inland stand auch die GSE gGmbH als Träger von sieben stationären Pflegeeinrichtungen und zwei Tagespflegen vor der Herausforderung, neue und nachhaltige Wege zu finden.

Vor diesem Hintergrund hat die GSE sich bewusst dazu entschieden, eine langfristige, strukturierte und ethisch verantwortliche Personalgewinnung aus dem Ausland aufzubauen, ausdrücklich ohne klassisches Vermittlungsagenturmodell. Ziel war und ist es nicht nur, personelle Lücken kurzfristig zu schließen, sondern nachhaltig Mitarbeitende zu gewinnen, die sowohl fachlich als auch menschlich zu den Einrichtungen passen.

Dafür wurden eigenständig internationale Kooperationen mit Pflege- und Sprachschulen in den jeweiligen Herkunftsländern aufgebaut. Die Zusammenarbeit beginnt bereits während der Ausbildung vor Ort in den jeweiligen Herkunftsländern. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern wurden zusätzliche fachliche Module entwickelt, um die zukünftigen Mitarbeitenden gezielt auf die Anforderungen des deutschen Pflege- und Gesundheitssystems vorzubereiten. Ebenso spielt das Thema Integration bereits vor der Einreise eine zentrale Rolle. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung und dem Erwerb der sprachlichen Qualifikation erfolgt der Wechsel nach Deutschland. Parallel dazu wurde bei der GSE ein umfassendes Integrationskonzept entwickelt, das sowohl die fachliche als auch die soziale Integration begleiten.

So wird bei der Ankunft in Deutschland bewusst auf persönliche Begleitung gesetzt: „Die neuen Mitarbeitenden werden beispielsweise direkt von den Führungskräften am Flughafen empfangen, die sie bereits aus den Gesprächen vor Ort kennen. Diese persönliche Verbindung erleichtert aus unserer Sicht die Integration erheblich und stärkt gleichzeitig die Identifikation mit unserem Unternehmen,“ erläutert Tarik Bajja, GSE-Geschäftsbereichsleiter Stationäre Pflege.

Unterstützung von ausländischen Pflegekräften bei der Wohnungssuche
Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, dass die Neuankömmlinge möglichst schnell eine passende Wohnung finden, in der sie sich wohl fühlen und sich somit auch die Eingewöhnungsphase für sie reduziert. Eine Kooperation zwischen der GSE gGmbH und der Allbau GmbH, größter Vermieter in der Stadt Essen, ermöglicht nun auch die Unterstützung bei der Wohnraumsuche für die Berufsstarter und soll den oftmals zeitkritischen und herausfordernden Prozess der Wohnungssuche erheblich vereinfachen und beschleunigen.

„Wir freuen uns, dass die GSE auf uns zugekommen ist und gemeinsam werden wir den Pflegekräften einen reibungslosen Übergang in das berufliche und private Umfeld ermöglichen, sodass neue Mitarbeitende ihre Tätigkeit zeitnah aufnehmen und sich von Beginn an im Wohnquartier wohl fühlen“, so Allbau-Geschäftsführer Dirk Miklikowski.

Im Zuge dieser Kooperation gewährt der Allbau Mitarbeitenden der GSE Unterstützungsleistungen. Für sie entfällt beispielsweise die sonst übliche Stellung einer Mietkaution in Höhe von zwei Monatskaltmieten, sodass die anfängliche finanzielle Belastung deutlich reduziert wird. Weiterer Pluspunkt: Der Allbau vermietet seine Wohnungen grundsätzlich in unrenoviertem Zustand. In Abstimmung zwischen der ausländischen Pflegekraft und Allbau besteht jedoch die Möglichkeit, die Wohnung mit Bodenbelag und Wandtapeten anzumieten. In diesem Zuge wird ein moderater Mietaufschlag fällig.

Darüber hinaus profitieren die neuen GSE-Mitarbeitenden von einer engen und persönlichen Betreuung durch die Allbau GmbH. Im Rahmen von Wohnungsbesichtigungen und beim Mietvertragsabschluss werden alle relevanten Inhalte verständlich erläutert und offene Fragen umfassend beantwortet. Die Schlüsselübergabe erfolgt gemeinsam mit dem zuständigen Hausmeister als Ansprechpartner vor Ort. Dabei werden die Wohnung, die technischen Einrichtungen sowie die Gemeinschaftsflächen erklärt und wichtige organisatorische Hinweise (z. B. Hausflurreinigung, Müllentsorgung) vermittelt. Wenn gewünscht, wird der neue Mitarbeitende der GSE durch den Allbau-Hausmeister der Nachbarschaft auch persönlich vorgestellt.

„Durch diese strukturierte Begleitung wird der Einstieg in das selbstständige Wohnen vor Ort erheblich erleichtert und ein verlässlicher Rahmen für ein langfristig stabiles Mietverhältnis geschaffen“, so Dirk Miklikowski.

„Inzwischen konnten wir 18 Pflegefachkräfte aus dem Ausland bei der GSE begrüßen. Die jungen Menschen sind sehr engagiert und sind eine wichtige Unterstützung für die Teams in den GSE-Pflegeeinrichtungen. Wir freuen uns sehr, dass wir allen interessierten ausländischen Pflegekräften durch die Kooperation mit der Allbau GmbH nun auch bei der Wohnraumsuche zur Seite stehen können“, so Tarik Bajja.

Eine dieser Pflegefachkräfte ist Safari El mernissi, die in ein Allbau-Haus in Frohnhausen eingezogen ist: „Für mich war diese Unterstützung ganz wichtig. Es gibt so viele Aufgaben und Herausforderungen. Durch die Kooperation habe ich nicht nur einen neuen Job, sondern auch ein neues Zuhause zum Wohlfühlen gefunden.“

Fazit: Beide Vertragspartner GSE und Allbau verfolgen das gemeinsame Ziel, die Attraktivität des Arbeits- und Lebensstandortes zu stärken und langfristig zur Integration internationaler Fachkräfte beizutragen.

GSE-Pflegefachkraft Safari El mernissi, GSE-Geschäftsführer Stefan Diederichs, Allbau-Prokurist Nils van Gulijk, GSE-Geschäftsbereichsleiter Stationäre Pflege Tarik Bajja, Allbau-Vermieterin Laura Neysters und GSE-Operative Leitung Stationäre Pflege Ana Pavičić (v.l.n.r.)
Unterzeichnung der Kooperations-Vereinbarung: GSE-Geschäftsbereichsleiter Stationäre Pflege Tarik Bajja, GSE-Geschäftsführer Stefan Diederichs, Allbau-Geschäftsführer Dirk Miklikowski und Allbau-Prokurist Nils van Gulijk