Mit Helm, Warnweste und Zollstock ausgestattet wurde WEBER1, die Großbaustelle des Allbau, für 15 Kinder des Kinder- und Familienzentrums Farbenland des Kinderschutzbundes Essen zum Lernort. Das Wohnungsunternehmen und das ausführende Baununternehmen Kögel Bau aus Ratingen hatten sie eingeladen, um spannende Einblicke in die Welt des Bauens zu erhalten. Mit viel Engagement begleiteten die Mitarbeitenden von Kögel Bau die Kinder und erklärten altersgerecht, wie die Baustelle funktioniert. WEBER1 in der nördlichen Innenstadt ist mit einem Investitionsvolumen von ca. 55 Mio. Euro zurzeit das größte Bauprojekt der Allbau GmbH. Neben 51 öffentlich geförderten Wohnungen wird bis Anfang 2027 ein neues Standesamt der Stadt Essen gebaut, das einen großen Teil (fast 4.000 Quadratmeter) der neu entstehenden Nutzflächen übernimmt. Dazu entstehen moderne, zeitgemäße Büroflächen für die sonstigen Zwecke und Anforderungen eines Standesamtes. Im Erdgeschoss wird eine Gastronomie angesiedelt.
Alles begann mit Helm und Warnweste
Nach einer kindgerechten Sicherheitseinweisung starteten die vier- bis sechsjährigen Mädchen und Jungen in kleinen Gruppen in den für sie so aufregenden Vormittag. Schon die Ausstattung mit einem Sicherheitshelm war ein erster Höhepunkt für die Kinder und sorgte für ordentlich Gesprächsbedarf. Aufmerksam hörten sie den Bauexperten zu, wie wichtig Helme und Warnwesten, aber auch Sicherheitshinweise auf der Baustelle sein können. Mit teilweise weit aufgerissenen Augen, viel Interesse und einem eigenen Zollstock erkundeten sie danach in 90 Minuten den Rohbau, konnten an verschiedenen kleinen Mitmachstationen den Bauarbeitern direkt bei der Arbeit zuschauen, lernten verschiedene Baumaterialien wie beispielsweise Steine, Sand oder Kabel an einer Fühlstation kennen, nahmen in einem Baustellenfahrzeug Platz und konnten ihrer Kreativität an einer Malstation freien Lauf lassen. Dort entstanden zahlreiche Bilder ihrer ganz persönlichen Traumhäuser. Den Abschluss bildete das Vergraben einer kleinen Zeitkapsel mit Münzen – als symbolischer Glücksbringer für den weiteren Bauverlauf.
„Es war schön zu erleben, mit wie viel Begeisterung die Kinder unsere Arbeit entdeckten. Sie stellten Fragen, wollten Dinge ausprobieren und schauten ganz genau hin. Solche Tage machen auch uns großen Spaß“, resümierte Bauleiter Van Vo von Kögel Bau am Ende der Aktion.
Auch im Kinder- und Familienzentrum Farbenland – einer der zehn Kindertageseinrichtungen des Kinderschutzbundes Essen – sorgte der Baustellenbesuch für große Begeisterung. „Für unsere Kinder war dieser Vormittag ein ganz besonderes Erlebnis. Sie konnten nicht nur zusehen, sondern selbst entdecken, ausprobieren und viele neue Eindrücke sammeln. Solche Erfahrungen fördern die Neugier und bleiben lange in Erinnerung“, so Jennifer Schnabel, die stellvertretende Leitung des Kinder- und Familienzentrums Farbenland
„Mit WEBER1 schaffen wir nicht nur neuen Wohnraum und ein neues Standesamt für die Stadt Essen, sondern möchten Stadtentwicklung auch im Bauprozess erlebbar machen. Kinder sind von Natur aus neugierig. Ihnen zeigen zu können, wie ein Gebäude entsteht, ist eine schöne Möglichkeit, früh Begeisterung für das Bauen und handwerkliche Berufe zu wecken“, erläuterte Allbau-Sozialmanagerin Alena Fuchs.
Mit WEBER1 entsteht nicht nur ein neues Quartier – die Großbaustelle entwickelt sich auch zu einem Ort der Begegnung. Mit Veranstaltungen wie der Grundsteinlegung, dem Richtfest, Boule- und Bauzaun-Aktionen, „WEBER1 leuchtet“, einer Universitätsvorlesung oder einer archäologischen Mitmachaktion öffnet der Allbau die Baustelle regelmäßig für unterschiedliche Zielgruppen. Der Besuch des Kinder- und Familienzentrums Farbenland reiht sich in dieses Konzept ein und zeigt, dass Stadtentwicklung nicht erst mit der Fertigstellung beginnt, sondern bereits während des Bauens erlebt werden kann.
WEBER1 schreitet voran
Auch auf der Baustelle selbst geht es sichtbar weiter: Im zweiten Wohngebäude sind die ersten Wohnungen im Rohbau fertiggestellt und befinden sich derzeit in der Feininstallation. Im künftigen Standesamt laufen die Ausbauarbeiten an Wänden, Türen, Elektro- und Lüftungsanlagen. Parallel werden die Dachbegrünung vorbereitet sowie die Unterkonstruktion für die Photovoltaikanlage errichtet.


